oman3-gate of nations

Eine Reise nach Oman: Entdeckung des Juwels der Arabischen Halbinsel
Lorimers Route hätte ihn schließlich nach Oman geführt. Von dem Moment an, als sich mein Schiff der schroffen Küste Omans nähert, bin ich von der schieren Schönheit dieses antiken Landes überwältigt. Es ist ein Land tief verwurzelt in der Geschichte, mit einem unberührten Charme, der Abenteuer, Kultur und Ruhe verspricht. In diesem Bericht werde ich meine Erfahrungen in Oman teilen und seine bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten sowie zeitlosen Traditionen erkunden.

Maskat: Eine Stadt der Tradition und Eleganz
Meine Reise beginnt in Maskat, der Hauptstadt, in der Geschichte und Moderne nahtlos ineinandergreifen. Die ikonische Große Sultan-Qaboos-Moschee mit ihrem makellosen weißen Marmor und der großen zentralen Kuppel ist ein Wunderwerk der Architektur. Im Inneren stehe ich ehrfürchtig unter einem prächtigen Kronleuchter und bewundere den kunstvollen persischen Teppich – ein Meisterwerk, das von über 600 Kunsthandwerkern gefertigt wurde.

Beim Bummel durch den Muttrah Souq, einen traditionellen, lebendigen Marktplatz, lockt mich der Duft von Weihrauch und Gewürzen, der in der Luft liegt. Händler bieten fein gearbeiteten Silberschmuck, Textilien und Töpferwaren an; jedes Stück gewährt einen Einblick in das reiche kunsthandwerkliche Erbe Omans.

Nizwa: Erkundung des historischen Herzens Omans
Von Maskat aus reise ich ins Landesinnere nach Nizwa, einer Stadt, die für ihre alten Festungen und geschäftigen Märkte bekannt ist. Das Fort von Nizwa aus dem 17. Jahrhundert mit seinem gewaltigen Rundturm ist ein Zeugnis der strategischen und kulturellen Bedeutung Omans. Beim Besteigen der Brustwehren blicke ich auf Dattelpalmenhaine, die bis zum Horizont reichen – ein Beweis für den Einfallsreichtum der omanischen Bewässerungssysteme, genannt Falaj.

Der Souq von Nizwa ist ebenso faszinierend. Hier werde ich Zeuge des regen Handels mit Halwa – der typischen Süßigkeit Omans aus Rosenwasser, Safran und Nüssen. Es ist eine Delikatesse, die die Aromen der Region perfekt verkörpert.

Jebel Akhdar: Das grüne Bergparadies
Als Nächstes ruft mich das schroffe Hadschar-Gebirge, und ich steige hinauf zum Jebel Akhdar, dem „Grünen Berg“. Dieses fruchtbare Hochland ist eine Oase aus Terrassenfeldern und Obstgärten, in denen im Frühling Rosen blühen, aus denen das berühmte omanische Rosenwasser gewonnen wird. Die kühle, klare Luft in dieser Höhe ist eine willkommene Abwechslung zur Hitze der Wüste tief unten.

Bei Wanderungen auf verschlungenen Pfaden stoße ich auf alte Dörfer wie Al Aqr, in denen die Einheimischen jahrhundertealte landwirtschaftliche Traditionen bewahren. Die Gastfreundschaft der Menschen hier ist beeindruckend; mir werden frische Granatäpfel und Datteln angeboten, die im fruchtbaren Boden des Berges gewachsen sind.

Wahiba Sands: Das Abenteuer Wüste erleben
Kein Besuch in Oman wäre vollständig, ohne die weiten Wüsten zu erleben. Die Wahiba Sands, ein Meer aus goldenen Dünen, erstrecken sich endlos unter der brennenden Sonne. Auf einem Kamel reite ich über den wandernden Sand und spüre eine Verbindung zur Lebensweise der Beduinen, in der Widerstandsfähigkeit und Einfallsreichtum an erster Stelle stehen.

Nachts verwandelt sich die Wüste. Unter einem Sternenzelt sitze ich am Lagerfeuer und lausche den Geschichten meiner beduinischen Gastgeber, während ich eine Mahlzeit aus gewürztem Reis und zartem Lamm genieße. Die Stille der Wüste ist tiefgreifend und wird nur gelegentlich von einer Brise unterbrochen, die durch die Dünen flüstert.

Sur: Die zeitlose Seefahrerstadt
In Richtung Süden erreiche ich Sur, eine Stadt, die für ihre Tradition des Baus von Dhaus berühmt ist. Diese Holzschiffe waren fester Bestandteil der maritimen Geschichte Omans und befuhren Handelsrouten, die die Arabische Halbinsel mit Ostafrika und Indien verbanden.

In einer geschäftigen Werft beobachte ich Handwerker, die akribisch eine Dhau zusammenbauen, wobei ihre Hände von dem Wissen vieler Generationen geleitet werden. Der Duft von Sägemehl erfüllt die Luft, während sie Planken aus Teak- und Mahagoniholz schnitzen, formen und zu Schiffen zusammensetzen, die bald zu Reisen über das Meer aufbrechen werden.

Wadi Bani Khalid: Eine verborgene Oase
Eine Reise durch Oman ist unvollständig ohne den Besuch eines seiner idyllischen Wadis (Täler). Das Wadi Bani Khalid ist ein Juwel inmitten der kargen Landschaft, wo türkisfarbene Wasserbecken unter der Sonne glitzern.

Hier nehme ich ein erfrischendes Bad im kühlen Wasser und erkunde die umliegenden Höhlen, wobei ich die natürliche Schönheit und Gelassenheit dieser Oase bestaune. Familien versammeln sich hier zum Picknick, Kinder planschen im Wasser, und die Atmosphäre ist geprägt von purer Freude.

Eine abschließende Reflexion: Der Geist Omans
Als ich mich darauf vorbereite, dieses bezaubernde Land zu verlassen, beeindruckt mich das Gleichgewicht zwischen Tradition und natürlicher Schönheit in Oman. Von den belebten Souqs bis zu den ruhigen Bergdörfern, von den sonnenverbrannten Wüsten bis zu den unberührten Oasen bietet Oman eine Fülle an Erfahrungen für jeden Reisenden.

Was dieses Land jedoch auszeichnet, ist die Herzlichkeit seiner Menschen. Ihre Großzügigkeit und ihr Stolz auf ihr Erbe machen jede Begegnung bedeutungsvoll. Oman ist ein Ziel, das man nicht nur erkunden, sondern schätzen sollte – ein Ort, an dem sich jeder Moment zeitlos und jede Geschichte unvergesslich anfühlt.

Archiv der Tourstandorte

oman1-gate of nations

Oman Wonders 3 Nächte / 4 Tage

oman3-gate of nations

Omans Highlights 6 Nächte / 7 Tage